Kunstbetrieb in Deutschland- Tradition und Zukunft des Museums- und Ausstellungsbetriebs

 

. Gegenwärtig hat sich die Kunst in Deutschland, sowie die Kunstbetriebe, von dem traditionellen Konzept vollkommen verändert. Es kommt dazu, daß in der “Kunstzeitung” “den tödlichen Kreislauf” der heutigen Kunstbetriebe ansprach1. Es gibt eine allgemeine Verlust an Interesse an traditionelle Kunst. Wie geht es denn den Galerien?. Erfindet man neue Wege für die Künstler und Kunstbetriebe, womit sie in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts Kunst erfolgreich verbreiten könnten?.

 

Im heutigen Deutschland befindet sich eine riesige Reihe der Museums- und Kunstbetriebe, die noch die traditionelle Kunst ausstellen. In der als “Elbflorenz” genannten Stadt Dresden ist die Galerie “Neue Meister” ein bestimmtes Beispiel. Die Galerie “Neue Meister” wird traditionell bedient, und an ihren Wänden hängen etwa 450 Gemälden von der Romantik bis zur abstrakten Kunst.

Der Museumsdirektor, Dr Bischof, bestätigt die wichtigste Aufgabe sei die Bestände zu huten, zu pflegen, und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Er fügt hinzu, daß es gefährlich sei, wenn der Aufgabe des Sammeln zu sehr nachkäme 2.

Für den Museum-Besucher wird eine besondere Strategie von Frau Ponizil, die eine Galerieführung leitet, durchgeführt.

Doch immer noch ist die Zukunft der Galerien von finanzieller Unsicherheit bedroht. Von Jahr zu Jahr hängt sie immer mehr von einem Förderverein ab, weil gleichzeitig die staatlichen Subventionen abnehmen. Dadurch werden die Handlungsmöglichkeiten und die Planung der Ausstellungen der Galerie “Neue Meister” begrenzt.

 

Dann wird das Problem, mit dem Dr Bischof konfrontiert durch eine Reportage im Januar 1997 in “der Kunstzeitung unterstrichen. Weiter wird das finanzielle Problem mit dem Verlust an Interesse verbunden. Typisch ist die Äusserung von Dr Felix Baumann, Direktor von dem Kunsthaus Zürich Er wünscht sich ein Publikum, das trotz der Tiekkonjunktur mehr Interesse und Neugierigkeit an Kunst aufbringen könnte.

 

Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat die Kunst völlig neue Richtungen geschaffen. Bis zur Zeit des Impressionismus suchte ein Künstler danach, was vor ihm zu sehen war, zu malen. Die expressionistischen Gemälde sollten nicht nur sachliche Bezeichnungen vorstellen, sondern auch was von Innen herausgeholt werden konnte. Doch die Endpunkte dieser Innovationen wurden von der abstrakten Kunst erreicht. Man muß sich danach fragen, was “Kunst” bestimmt? Zwar müssen sich Kunstbetriebe nur mit Kunst beschäftigen, aber mit welchen Aufgaben und Strategien gehen sie daran? Gleichzeitig sind die Künstler mit der Notwendigkeit befasst, ihrer Werke zur Verfügung zu bringen.

 

Am ersten Rang gibt es die Ausstellungen in den Privat-Galerien. Dann stimmen diese Ausstellungen ganz anders als die grossen Museen wie, beispielweise die Dresdner „Neue Meister“ Galerie, woran man dachte viel Geld aufgeben zu müssen, um ein Kunstwerk zu kaufen. Aber in Dresden sind die Gemälde einem verbreiteten Publikum verfügbar. In den Privat-Galerien könnte man die Kunst, die sich leisten könnte, bei einer lockeren Atmosphäre anschauen. Ein Beispeil ist die Galerie Gebrüder Lehman; Der Bruder Rolf spricht über junge Leute, die keine Möglichkeit hätten, offiziel auszustellen, weil sie nicht als Künstler anerkannt wären. Dazu erklärt er, daß Künstler ihm gesagt hätten, sie hätten eine große Wohnung, sie müssen die Ausstellung machen3.

 

Die Veränderung der grundsätzlichen Bedeutung der Kunst, die damit verbundene Verlust an Interesse, die schwache finanzielle Lage der vielen Betriebe, alle führen zu eine Umstrukturierung der Museen. Nu sowegen könnten sie zeitgenössich und erfolgreich arbeiten. Karlheinz Schmid erklärt bei der „Kunstzeitung“ diese Notwendigkeit. Zunächst spricht er über die langweiligen Visionen, Konzepte und Strategien, die oft von den finanziellen Schwierigkeiten stammen. Dadurch sind die Ausstellungs-Möglichkeiten beschränkt.

 

Obwohl die Umstrukturierung schon begonnen hat, geht es nur mühsam voran. Der Prozeß, so Schmid, sollte beschleunigt werden, damit die Museen selbtständig werden könnten. Er schlägt vor, daß es eine Verbindung mit den Besten der vorhandenen neue Strategien sowie außerordentliche Wege gibt, damit sie durchgeführt werden. Weiter sollten Kunstbetriebe versuchen in weltweite Bereiche einzusteigen4.

 

Ein Beispiel der neuen Richtungen ist der Kasseler „Museum Fridericanum“. Dort wurde im Jahre 1955 die erste „documenta“ Ausstellung in der Öffentlichkeit aufgerichter. Seither kommt es regelmäßig nach ungefähr fünf Jahren zu siner neuen Ausstellung. Während die „documenta“ umstritten geprägt ist, stellt sie in erster Linie weltweit Kunst vor. Während der 100 Tage jeder „documenta“ finden spannende Diskussionen über die aktuelle Kunst statt. Die Notwendigkeit eines solchen Forums wird wegen der strak antsteigendem Zahl der Besucher festgestellt. Aber was sin die Ergebnisse der “documenta“?

Im Vordergrund dieser Kasseler Ausstellung werden führende Examplare der zeitgenössichen Kunst in der Öffentlichkeit verfügbar. Dami dürfen sich viele moderne Kunstler herzlich bedanken, daß ihre Werke bei „documenta“ ausgestellt worden sind. Daher kommt es, daß viele unbekannten Maler an der weltweiten Kunstszene anerkannt wurden, unterdessen Joseph Beuys. Gemälde der Beuys, der „enfant terrible“ der deutschen Künstler, waren von „documenta 3“ (1964) bis zu seinem Tod (1986) dabei. Da „documenta“ ein Trendsetter war, hat sie sich als eine nachgewünschte Kunst-Schau entwickelt. Eigentlcih haben viele Künstler „documenta“ zu danken für den Vermarktungs Wet ihrer Gemälde.

 

Weiter in dem Mittelpunkt ser „documenta“ steht unbegrenzt das Display der Kunstwerke der ganzen Welt. Heran tritt „documenta“ nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Politik. Das 20. Jahrhundert huíndurch stand die deutsche Kunst den Diktaturen entgegen. Die Nazis hatten alle Kunstwerke von den Expressionisten zerstört oder ins Ausland verkauft. Im Osten hatten zur DDR-Zeit alle Galerien nur eine enge Auswahl an Kunst ausstellen dürfen.

Einem Internet-Bericht hat der „documenta“ Direktor, Okwui Enwezor, vielmehr Künstler ausgewählt, die sich mit den gesellschaftlichen Problemen der unterschiedlichen Erdteile auseinandersetzen würden5. Dann zur Überwindung des Eurozentrismus, hatte sich Enwezor entschieden, bei „documenta“ nicht nur Kunst aus jedem Kontinent auszustellen, sondern daß jeder Kontinent gleichberechtigt sein. Mithilfe ser Künstler wie Joseph Beuys und Bruce Neumann wurde die Vormachtstellung von Europas durchgebrochen.

Sowiet sind alle neuen Strategien, alle Trends im Bereich der Kunstthemen eingeführt worden. Aber bei der jüngsten im Jahr 2002 stattgefundenen „documenta 11“ wurden auch neue Techniken eingeführt. Zwar liegt Kunst an dem Mittelpunkt, aber Fotografie, Film, Architektur und Landschaftsplanungen wurden von Enwezor eingeschlossen. Da neue Kunstrichtungen die Kunstbetriebe beeinflußt haben, wird zur Folge der Begriff „Kunst“ noch zur Frage gebracht.

 

Während diese neuen Richtungen, Strategien und nachfolgenden Aufgaben eingeschlossen wurden, widerstehen einige Künstler sowie Betriebe. Helmut Borsch-Supan,ein Kunsthistoriker hat in seinem Buch „Kunstmuseen in der Krise“ geäußert, sie seien eine Schule des Sehens, die vom Kunstwerk aus alle Bereiche des Lebens erfasse, und alle geistig-seelischen Kräfte im Menschen in Anspruch nähmen. Kunstbetriebe existieren, seinem Verständnis nach, nicht dazu Profit zu machen6.

Als Christoph Vitali, Direktor des Münchner Hauses der Kunst sagte, daß Museen Aufenhaltsorte (wie Kino oder Kneipe) seien, worin Kunst genossen wurde, gab Borsch-Supan als Antwort- „Bloß nicht, Herr Vitali“. Damit stimmt er mit Prof. Dieter Ronte, Direktor des Kunstmuseums Bonn überein. Ronte hofft, seiner Besucher shen das Museum als Erlebnisort, aber er hat Angst vor eine Disneylandisierung.

Grundsätzlich arbeiten tradionelle Kunstbetriebe im Gegenwind. Der heutige Mensch sucht durch den Ausstellungs-Besuch eine Entspannung sowie eine Unterhaltung, so daß nur eine abnehmende Menschenzahl hineingeht.

 

Zum Schluß, bestätige ich noch einmal, die Frage ist- was ist Kunst? Man ist entweder traditionell oder zeitgenössisch. Es it klar, daß ein Kunstbetrieb finanziell erfolgreich sein muß. Dann, wegen Veränderung im Bereich der Kunst sind neue Strategien und neue Richtungen unvermeidbar.

Literaturverzeichnis

1. Schmid, Karlheinz in Kunstzeitung, März 2000, s28

2. Dr Bischof in Kunst an der Elbe, Video der Open University, 1999

3. Lehmann, Rolf in Kunst an der Elbe, (siehe oben)

4. Schmid, Karlheinz, loc cit

5. http://www.kunstaktuell.com/dpa/02_06_29_dpa_dokum_dokum_global.htm

6. Kunstmuseen in der Krise, zitiert in Kunstzeitung, loc cit